So bewerben sie sich richtig!

Nicht nur die Qualifikation für einen Job zählt, sondern auch die Art und Weise wie sich der Bewerber präsentiert. www.fitness-beruf.de gibt Ihnen wertvolle Tipps, zeigt Ihnen die „dos“ and „don`ts“ zum Thema Bewerbung.

Unternehmen, die offenen Stellen ausschreiben, werden meist von einer wahren „Bewerberflut“ getroffen. Als Bewerber haben Sie nur dann eine realistische Job-Chance, wenn Sie die aus der breiten Masse hervorstechen, sich abheben: Das bedeutet: gegen den Strom zu schwimmen!

Präsentieren Sie sich selbst auf professionelle Weise, überzeugen Sie durch den Inhalt Ihrer Bewerbung und eine ansprechende Aufmachung.

Vorbereitung:

Vor der Bewerbung stehen zwei ganz wichtige Fragen: Was kann ich? Was will ich?
Ihre erste Aufgabe besteht darin, herauszufinden, wofür Sie geeignet sind und was Sie sich wünschen. Sie brauchen eine "Bestandsaufnahme" von sich.
Wo liegen meine Stärken/Schwächen? Welche Qualifikationen habe ich? Welche Erfahrungen habe ich?
Im zweiten Schritt betrachten Sie sich selbst aus der Sicht des Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben wollen.
Für das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben ist es wichtig, dass Sie ins Team passen, sich mit dem Unternehmen identifizieren können, den „gleichen Weg gehen“.

Informieren Sie sich über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben wollen. Nutzen Sie das Internet, die Tagespresse, Freunde und Bekannte.
Wie präsentiert das Unternehmen sich selbst? Was ist die Werbeaussage des Unternehmens? Gehen Sie sicher, dass Sie Bescheid wissen, über das, was das Unternehmen bietet und unternimmt – informieren Sie sich über Firmenaktivitäten.

Machen Sie deutlich, dass Sie sich aus gutem Grund für die Bewerbung bei gerade diesem Unternehmen entschieden haben.

Anschreiben

Das Anschreiben ist der erste Teil, den der Adressat Ihrer Bewerbung liest. Es ist damit sozusagen „der Schlüssel“ der Ihnen die Tür zu einem Bewerbungsgespräch öffnet – oder vielleicht auch nicht! Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbung.

Wecken Sie das Interesse des Personalverantwortlichen! Auch hier gilt – und hier im Besonderen: Heben Sie sich ab von der Masse!

Die Formalien:

Das Anschreiben sollte eine DIN-A4 Seite nicht überschreiten.

Das Anschreiben wird nicht in die Bewerbungsmappe eingeheftet, sondern liegt oben auf. Es soll nicht „gesucht“ werden müssen!

Wählen Sie eine einheitliche – und sachliche Schriftart: Arial, Courier, Times New Roman, Verduna in Schriftgröße 10 – 12. Sie sollten eine „Schnörkelschrift“ meiden, damit die Lesbarkeit nicht leidet. Die Schriftart soll in der gesamten Bewerbung gleich bleiben.

Keine Rechtschreibe- und Zeichensetzungsfehler! Lassen Sie das Anschreiben (am Besten Ihre gesamte Bewerbung) Korrektur lesen.
Geben Sie in der Betreffzeile die Position an, auf die Sie sich bewerben (evt. mit Angabe der Stellenanzeige)
Richten Sie Ihr Anschreiben an einen konkreten Empfänger. Finden Sie heraus, wer Ihr Ansprechpartner ist, falls dieser nicht im Stellenangebot angegeben ist.
Achten Sie auf einen klaren, strukturierten Aufbau:
Einleitung
Hauptteil
Schluss

Nur das Wesentliche! Gehen Sie auf das ein, was für die ausgeschriebene Stelle wichtig ist! Das Anschreiben soll die drei entscheidenden Fragen beantworten:
Wer bin ich?
Was kann ich?
Was will ich?

Gehen Sie auf jede Stellenanforderung ein (Analyse der Stellenanzeige)
Heben Sie Ihre persönlichen und fachlichen Stärken hervor. Beschreiben Sie kurz Ihre bisherigen Tätigkeiten & Fähigkeiten (keine Bewertungen!)
Nennen Sie Qualifikationen, die in der Stellenanzeige nicht aufgeführt sind, aber nützlich sein könnten.

Die Einleitung:

Richten Sie Ihr Anschreiben an einen konkreten Ansprechpartner!
Formulieren Sie einen Einleitungssatz. Dieser umfasst zwei bis drei Sätze. Er nimmt Bezug auf die Stelle, auf die Sie sich bewerben. Fassen Sie in maximal zwei Sätzen zusammen, warum gerade SIE der geeignete Bewerber sind.

Der Hauptteil:

Hier gilt es die Fähigkeiten – „Hardskills“ – also Ihre fachliche Kompetenz herauszustellen, die das Unternehmen in der Stellenanzeige fordert.
Beschreiben Sie Ihren Werdegang, Ihre Kenntnisse und Ihre Fachkompetenz in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle.
Behalten Sie das Wesentliche im Blick. Das Anschreiben ist keine Kopie des Lebenslaufs!

Gehen Sie auf jede Anforderung ein. Vermeiden Sie Einschränkungen genauso wie Übertreibungen. Nennen Sie unter Umständen weitere Kenntnisse, die in der Stellenausschreibung nicht erwähnt wurden, aber für die Stelle nützlich sind/sein könnten.
Im Anschluss beschreiben Sie Ihre derzeitige Tätigkeit, sowie Ihre Vorstellungen an die angestrebte Stelle. Scheuen Sie sich nicht, Ihre eigenen Wünsche zum Ausdruck zu bringen.Meiden Sie Floskeln wie „belastbar“/“zuverlässig“/“teamfähig“. Indem Sie Ihre Leistungen hervorheben, zeigen Sie auf, dass Sie die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen:

„Durch meine Tätigkeit als Bereichsleiter in zahlreichen Clubs im In- und Ausland habe ich …… „

Schluss:

Die Schlussformel ist in maximal 2 Sätzen abzuhandeln und bringt den Wunsch nach einem persönlichen Gespräch zum Ausdruck.

Meiden Sie den Konjunktiv!

Nicht: Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich freuen

Sondern: Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.

Der Lebenslauf:

Auch wenn eingangs beschrieben wurde, das Anschreiben sei der wichtigste Teil einer Bewerbung, so ist der Lebenslauf dennoch der Kern – das Herz Ihre Bewerbung und viele Personalverantwortlichen lesen diesen noch vor dem Anschreiben!

Der Lebenslauf ist der Kern – das Herz Ihrer Bewerbung!

Besonders wichtig: eine klare Struktur und eine ansprechende Darstellung – der Leser muss auf einen Blick die wichtigsten Fakten entnehmen können.

Wichtig ist der übersichtliche Aufbau. Der Lebenslauf und das Anschreiben sollen sich ergänzen.

  1. Persönliche Daten
    Name, Anschrift, Geburtsdatum und – ort, Familienstand.
    Ergänzend: ein professionelles Bewerbungsfoto
  2. Berufliche Praxis
    Ihre Tätigkeiten bis heute. Beginnen Sie mit: „heute“ und führen Sie die zurückliegenden Tätigkeiten in umgekehrter Reihenfolge entsprechend auf. Nennen Sie den Monat und das Jahr der jeweiligen Tätigkeit. Beschreiben Sie zu den Tätigkeiten kurz Ihre Position und den Verantwortungsbereich.
  3. Ausbildung
    Als „Einsteiger“ beginnen Sie mit Ihrer Ausbildung, geben Sie sonst nur den letzten Bildungsabschluss an.
  4. Weiterbildung
    Beschränken Sie sich auch hier auf das Wesentliche: nur solche Weiterbildungen aufführen, die für den Adressaten wichtig sind.
  5. Kenntnisse und Fähigkeiten
    Das ist die Stelle, auf die der künftige Arbeitgeber besonderes Augenmerk richtet und hier gilt: Heben Sie Ihre Zusatzqualifikationen heraus – aber: nicht schummeln! In einem späteren Gespräch werden Sie darauf angesprochen werden!
  6. Mitgliedschaften und Hobbies
    Zwar interessiert sich der künftige Arbeitgeber für Sie, geben Sie aber nur solche Hobbies an, die einen Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle haben.

Zeugnisse:

Hier fügen Sie – in Kopie! – bei:
Arbeitszeugnisse
Tätigkeitsbeschreibungen
Zeugnis der Berufsqualifikation
Sonstige Leistungsnachweise – mit Bezug zu der ausgeschriebenen Stelle

Online-Bewerbungen:

Auch hier gilt das oben Gesagte: Achten Sie auf Professionalität! Grammatik- und Rechtsschreibung – orientieren Sie sich an der Stellenausschreibung – Das Wesentliche muss klar erkennbar sein.

Das Anschreiben soll als PDF-Datei der E-Mail angehängt werden.

Zeugnisse sind korrekt einzuscannen (nicht „auf dem Kopf“!). Zeugnisse sind in einer Datei zusammen zu fassen. Die Datei sollte nicht größer sein als 2 MB. – Anhänge, die mit dem Grundschulzeugnis beginnen und 100 weitere Nachweise enthalten, wird sich niemand ansehen wollen. Beschränken Sie sich auf das – für die Position – Wesentliche!


Duale Studiengänge und Ausbildung in der Fitnessbranche, Duales Studium Fitness & Gesundheit - SAFS & BETA